Chorfahrt ins österreichische Stubaital 2010
Die diesjährige Chorfahrt führte ins österreichische Stubaital. Vom 23. bis zum 25 April genossen wir dort interessante Eindrücke bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. So standen unter anderem die Besichtigung des Stubaier Gletschers, aber auch der Berg-Isel Schanze im nahe gelegenen Innsbruck auf dem Programm. Musikalisch konnten wir bei zwei Gottesdienstgestaltungen in Neustift und in Mieders (wo sich unsere Unterkunft befand) mitwirken.
Freitag, 23.April 2010
Nach etwa achtstündiger Fahrt erreichen wir endlich unser Reiseziel - das Dorf Mieders im österreichischem Stubaital. Obwohl die Fahrt anstrengend war, ist vielen die Vorfreude auf die kommenden Tage deutlich anzumerken. Der erste Eindruck, den wir hier gewinnen, ist jedoch die Kirche in Mieders, die zu den ältesten Kirchen des Stubaitales zählt. Hier können wir nur wenige Minuten nach unserer Ankunft den Gottesdienst zur großen Begeisterung der Anwesenden gestalten. Mitgestaltet wird der Gottesdienst ebenfalls durch Alexander Farnung an der historischen Orgel der Kirche – ebenfalls zur überwältigenden Begeisterung der Gottesdienstbesucher. Am Ende des Gottesdienstes werden uns die besten Wünschen (unter anderem bezüglich des Wetters) mit auf unseren Weg gegeben.
Nun – es ist inzwischen 20 Uhr – müssen schnell die Hotelzimmer bezogen werden. Wir sind in drei Gruppen auf die Hotels „Serles“, „Alpenstolz“ und die „Pension Kristall“ verteilt. Nach der Zimmerbelegung erwartet uns dort ein reichhaltiges Abendessen. Um 23.30 Uhr gehen die letzten zu Bett – in Vofreude auf die kommenden Tage.
Samstag, 24.April 2010
Heute stehen interessante Ziele wie der Stubaier Gletscher, aber auch Innsbruck mit der Besichtigung der Berg-Isel Schanze auf dem Programm. Bereits die ersten Sonnenstrahlen am unbedeckten Himmel zeigen uns, dass das schöne Wetter, das uns gestern im Gottesdienst für unsere Reise gewünscht wurde, nicht lange auf sich warten lässt. Nach einem ausführlichen Frühstück besteigen wir die drei Busse zur Fahrt zum Stubaier Gletscher, den wir in den Vormittagsstunden besichtigen wollen. Zwischendurch wird Halt zwecks einer Einkaufsmöglichkeit gemacht, die von vielen Choristen gerne genutzt wird. Als wir an der Talstation der „Stubaier Bergbahnen“ eintreffen, steht uns eine (viel zu kurze) Gondelfahrt auf den in etwa 2600m Höhe gelegenen Gletscher bevor, bei der wir die unberührte Natur betrachten können. Oben angekommen kann aufgrund des Sonnenscheins von den mitgebrachten Sonnenbrillen Gebrauch gemacht werden. Es besteht Freiraum zur vielfältigen Erkundung des Gletschers. Neben den begehrten Reifen, mit denen man den Hang hinunterruntschen kann, verbringen viele die Zeit mit Schneeballschlachten oder der Erkundung der Umgebung. Ebenfalls gegeben ist die Möglichkeit, ein Mittagessen im auf dem Gletscher befindlichen „Restaurant Gamsgarten“ einzunehmen. Das obligatorische Gruppenbild des gesamten Chores auf dem Gletscher darf natürlich nicht fehlen. Nach der Gondelfahrt zurück zur Talstation steht eine Busfahrt zur Berg-Isel Schanze in Innsbruck auf dem Plan. Hier besteht Gelegenheit, die Schanze in Kleingruppen zu erkunden, aber auch den herrlichen Ausblick von dort über Innsbruck und die Umgegend zu genießen. Es schließt sich die Besichtigung der Stadt Innsbruck in Kleingruppen an. Auch hier können wir viele interessante Dinge sehen. So lassen sich die meisten Gruppen eine kurze Besichtigung des Innsbrucker Domes nicht entgehen. Hierbei können wir auch einen Blick auf das Haus „mit dem goldenen Dachl“ als Wahrzeichen Innsbrucks werfen. Im Anschluss an unseren Stadtrundgang fahren wir mit den Bussen wieder zurück zu unserer Unterkunft. Nach diesem ereignisreichen Tag und dem (wie immer) guten Abendessen beginnt die Nachtruhe an diesem zweiten Tag unserer Reise um 23 Uhr.
Sonntag, 25. April 2010
Um den für heute vorgegebenen engen Zeitrahmen einhalten zu können, beginnt das Frühstück bereits um 6.30 Uhr. Im Anschluss fahren wir mit Bussen in Chorkleidung nach Neustift, um dort den heutigen Gottesdienst mitzugestalten. In dem Festgottesdienst können wir die Gottesdienstbesucher mit unserem Gesang erfreuen. Auf dem Programm des Knabenchores steht neben deutschsprachigen Titeln auch das schwungvolle „We are marching in the light of God“. Die Begeisterung der Gottesdienstbesucher über den dargebotenen Gesang ist an dem lange anhaltenden Applaus am Ende des Gottesdienstes zu erkennen. An der anschließenden Wallfahrt können wir leider nicht teilnehmen, da unser nächster Programmpunkt wartet: DieEinfahrt in das Schwazer Silberbergwerk, auf die sich viele schon seit Beginn der Fahrt freuen. Nach einer rasanten „Bahnfahrt“ durch die engen, handgeschlagenen (!) Stollen, die sich in etwa 8 Minuten auf über 800 m hinzieht, erfahren wir im Bergwerk, das wir in mehreren Gruppen besichtigen, viele interessante Dinge. So zählte der Schwazer Bergbau lange Zeit zu den wichtigsten Silberförderstätten der Welt. Ständig bedroht vom Grundwasserspiegel war man auf technische Verbesserungen angewiesen, um dem Berg sein Silber abzutrotzen. In neuerer Zeit ist dann auch in Schwaz der maschinelle Abbau hinzugekommen. Weiterhin wurde auch das Leben eines Bergmannes im Mittelalter eindrücklich beschrieben.
Die Besichtigung des Bergwerkes bildet zugleich den Abschluss unseres Österreich-Aufenthaltes. Nun beginnt die Heimfahrt nach Fulda, das wir gegen 22 Uhr erreichen werden.
Die diesjährige Chorfahrt hat neben vielen neuen Eindrücken auch die Chorgemeinschaft gefestigt. Hierzu trugen zum einen das schöne Wetter, aber auch die freundliche Aufnahme in den Hotels bei. Die vielfältigen Erlebnisse auf dem Stubaier Gletscher, die Besichtigung Innsbrucks und der Berg-Isel Schanze, sowie des Schwazer Silberbergbaus zählen sicherlich für viele zu unvergesslichen Erlebnissen. Durch die gesanglichen Beiträge in den Gottesdiensten konnte der Knabenchor Marianum Fulda auch den Menschen in Mieders und Neustift viel Freude bereiten, was diese in lang anhaltendem Applaus zum Ausdruck brachten. Mit der Chorfahrt verbinden sich für alle Choristen viele neue Eindrücke, die sicherlich lange in Erinnerung bleiben werden.