Der Gründer
Wilhelm Josef Chaminade (1761-1850), geboren in Perigueux (Frankreich), hat fast sein ganzes Leben in Bordeaux verbracht. Er war einer der jungen Priester, die trotz der öffentlichen Ächtung und Verurteilung inmitten der Gläubigen verharrten und unter ständiger Lebensgefahr ihren Priesterberuf ausübten.
Die Französische Revolution erlebte und durchlitt er in ihrer unmenschlichen Brutalität und stemmte sich der aufklärerischen Geisteshaltung heroisch entgegen. Die Herren der Revolution organisierten im Namen der Vernunft den Aufstand gegen die Kirche. Pater Chaminade war von der klaren Einsicht beseelt: Der gesunde Mensch lebt aus der Mitte seines Herzens, in dessen Mitte wiederum Gott sein muß. So versuchte er eine Gegenbewegung in der Kirche ins Leben zu rufen, die in ihrer Glaubenshaltung eine Antwort auf die Irrtümer der Zeit sein konnten, wenn der Glaube verinnerlicht im Herzen verankert ist.
1797 wurde er gezwungen, Frankreich zu verlassen. Er ging nach Spanien, wo er drei Jahre verbrachte. Im spanischen Saragossa erkannte Chaminade in einer begnadeten Erleuchtung, was Gott von ihm erwartete. Während er vor dem Bild Unserer Lieben Frau von der Säule in Gebet verweilte, zeigte Maria ihm seine Berufung.
