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Die Ausbreitung des Ordens

 

Weltweit: Heute arbeiten die Marianisten bereits in allen Kontinenten der Erde. Die Gebiete sind in 15 Provinzen eingeteilt, die zumeist 100-200 Mitglieder zählen. Die Generalleitung hat ihren Sitz in Rom.

Die gegenwärtige Situation der Kirche ruft uns eindringlich in die Missionen nach Südamerika, Afrika und Asien. In Südamerika leiten die Marianisten über 20 Missionsstationen, auch vor allem Schulen; Japan ist eine eigene Provinz; Korea und Indien sind noch im Aufbau.

Deutschland: Es bildet mit Österreich eine Provinz. In den deutschsprachigen Ländern hatten die Marianisten stets große Schwierigkeiten zu überwinden. Im Elsaß, dem fruchtbarsten Gebiet unserer Gemeinschaft, wurden die Werke einige Male aufgelöst oder stark beeinträchtigt: während der Juli-Revolution 1820; durch die Kulturkampfgesetze Bismarcks 1872. Auch in Deutschland wurden so die ersten Werke Opfer des Kulturkampfes oder später des Nazismus. Ein ähnliches Schicksal erlitten die Werke der Schweiz als Folge des Sonderbundkrieges 1847.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Neuaufbau in Deutschland, Österreich und vielen anderen Ländern. In unserer deutsch-österreichischen Provinz arbeiten die Marianisten nun wieder in allen Schulformen, Erziehungsstätten und auf vielen anderen Gebieten im Dienst der Kirche: Fulda, Kassel, Frankfurt; Wien, Linz, Salzburg, Freistadt, Tragwein und in verschiedenen Pfarreien. In Korea sind wir am Aufbau von Werken und einer eigenen Provinz beteiligt. In Fulda führen die Marianisten eine sechsklassige Realschule mit darauf aufgebauter gymnasialen Oberstufe, die in differenzierter Form in drei Jahren zum Abitur führt.